Musikstyles

 

 

 

 
50er Pinup Girl

 

 

 

Um das Jahr 1954 in den Südstaaten der USA entstandene weiße Interpretation des Rhythm and Blues,

durchmischt mit Elementen der Country- und Hillbilly-Musik.

Als Erstling des Rockabilly gilt der von Elvis Presley im Sommer 1954 eingespielte Titel „That's Allright, Mama“.

 

Elvis Presley - That´s All Right

 

Produzent war der Gründer des Sun Labels Sam Phillips, der schon Anfang der 50er Jahre als Produzent von "Big" Joe Turner einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Beale-Street-Rhythm and Blues geleistet hatte.

Zunächst mit Minimalbesetzung gespielt („geslappter“ Kontrabass, E-Gitarre, Gesang), kamen später auch Schlagzeug und Piano zum Rockabilly.

Ausgehend von Memphis, Tennessee, verbreitete sich der Rockabilly durch die intensive Tourtätigkeit der Musiker von Sun Records schnell über den gesamten Süden und inspirierte Hunderte von Musikern, den Stil zu kopieren.

Nur wenigen gelang es dabei, über eine bloße Sun-Kopie hinauszugehen und individuelle Rockabilly-Stile zu entwickeln, wie z. B. Gene Vincent und Buddy Holly.

Ab 1957 löste sich der Rockabilly in einer Art Mainstream-Rock-’n’-Roll auf, die meisten Interpreten jedoch wandten sich der reinen Countrymusik zu.

 

 

Rod Morris - Ghost Of Casey Jones

Rod Morris

Ghost Of Casey Jones

Bear Family BCD17022

(CD) (Germany, 2006)

Perfect For Parties

 

Rockabilly war zugleich die erste Spielart des Country-Rock.

Vertreter: der frühe Elvis Presley, Carl Perkins, Johnny Burnette Trio,

Eddie Cochran, Gene Vincent, der frühe Roy Orbison

 

 

 

 

 

 

Ist ein Musikstil, bei dem die stimmlichen Harmonien im Vordergrund stehen.

Der Name kommt von den Nonsens-Silben, die die Gruppen im Hintergrundgesang benutzten,

wie z.B. Diddle-De-Dum, Doo Wop Du Wah oder Hm-Mah-Hm-Mah-Hm-Mah.

Die Wurzeln der Vocal Groups liegen im Blues und dem Gospel, der später dann, vermengt mit der Country Musik,zum Rock'n'Roll wurde.

Eine der großen Doo Wop-Hymnen,

Sh-Boom von den Chords gilt neben Rocket 88 von Jackie Brenston

(alias Ike Turner),

späterer Ehemann von Tina Turne) zu den ersten echten Rock and Roll Aufnahmen.

 

The Cords - SH -Boom

 

Der Name Doo Wop wurde allerdings erst Ende der 60er Jahre durch den New Yorker D.J Gus Gossert geprägt.

In den 50er Jahren bezeichnete man diese Art der Musik als Race Music

(was für jeglich Art schwarzer Musik in den 40er/50er Jahren galt),

später dann als Vocal Group Music (bezogen aud die viele Uuuhs und Aaahs im Background)

oder schlicht als Rock & Roll.

 

 

 

Musikstyles - Rock and Roll

 

 

 

Zunächst ein Slangausdruck für den Beischlaf

wurde der Begriff Rock ’n’ Roll als Bezeichnung für eine Musikrichtung angeblich erstmals 1952 vom amerikanischen DJ Alan Freed geprägt.

Allerdings tauchten die Begriffe Rock und Rock and Roll schon Jahre vorher in schwarzen

Rhythm-and-Blues-Titeln auf,

beispielsweise in Eunice Davis' Aufnahme Rock little Daddy

von 1951 oder bereits in dem 1934 von den Boswell Sisters aufgenommenen Titel Rock & Roll.

 

 

 

The Boswell Sisters - Rock And Roll
The Boswell Sisters
Rock And Roll
Odeon 29020
1934
 

 

 

 

 

Erst der Film „Blackboard Jungle“ von 1955 (deutsch „Saat der Gewalt“),

in dem es um Jugendkriminalität an Schulen ging, enthielt einen Rock-’n’-Roll-Soundtrack

(„Rock around the Clock“

von Bill Haley & The Comets) und brachte dadurch den ersten weltweiten Rock-’n’-Roll-Hit hervor

 

Bill Haley

 

 

 

Der explosionsartige Erfolg dieser Musik erklärt sich aus der schon länger vorhandenen Sehnsucht nach einer eigenen Jugendmusik,

über die sich die Rebellion gegen die Elterngeneration ausdrücken ließ.

Rock ’n’ Roll füllte also ein gesellschaftliches Vakuum und gab einem vagen Lebensgefühl seine Ausdrucksmöglichkeit.

 

 

Musikstyles - Teenage Rock`n Roll

 

 

 

Ende der 50er Jahre wurde von der Unterhaltungsindustrie eine gezähmte Form des Rock ’n’ Roll konzipiert,

die vor allem auf das sehr junge, weiße Mittelklassepublikum ausgerichtet war.

Die Interpreten wirkten sauber und „elternkompatibel“.

Jeans oder Lederjacken wurden gemieden und durch Strickwesten, Polohemden und Krawatten ersetzt.

Viele dieser „Teen-Idole“ wurden ausschließlich nach ihrem Äußeren gecastet und wirkten wie domestizierte Klone von Elvis Presley.

Ihre z. T. mäßigen Sangeskünste wurden dann,

wie im Falle von Fabian, durch intensive, z. T. silbenweise Schnittarbeit im Studio ausgeglichen.

Einige wurden auch als "Schauspieler" vermarktet und belegten Hauptrollen in B-Movies.

 

 

Bobby Swanson & His Sonics - The Ballad Of Angel
Bobby Swanson & His Sonics
The Ballad Of Angel
Iglo 1003
1959
Bear Family CD FR 12
Vol.8, Teen-Age Dreams
Top - Song

 

 

 

 

Eine wesentliche Rolle für diese Entwicklung spielte die Dick Clark Show American Bandstand,

eine landesweit ausgestrahlte Fernsehshow, in der die Highschool-Stars promotet wurden.

Es ist strittig, ob man den Teenage Rock ’n’ Roll wirklich als echten Rock ’n’ Roll bezeichnen soll, letztlich ist dies eine Frage von Definitionen.

Nach einer weit verbreiteten Auffassung ist das Phänomen Teenidol nur der Versuch des Establishments,

den Rock ’n’ Roll zu integrieren, zur stubenreinen und massenkompatiblen Ware zu machen und damit sein Ende zu besiegeln.

Die Gentrys wurden 1963 in Memphis gegründet.

Innerhalb kürzester Zeit erspielten sie sich mit zahlreichen Auftritten bei Highschool-Tanzveranstaltungen den Ruf der beliebtesten Teenagerband der Gegend.

1965 bekamen sie einen Schallplattenvertrag und ihre erste Single Sometimes erschien.

 

 

 

Keep on Dancing
 
The Gentrys

 

 

 

 

Das Lied blieb ein regionaler Erfolg, aber mit dem Ende 1965 veröffentlichten Song

Keep On Dancing gelang ein Millionenseller.

Es sollte der einzige bleiben, obwohl die Gruppe mit Unterbrechungen noch bis 1971 zusammen blieb.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


show